Der gierige Wirt von Sonthofen: Historische Kriminalfälle aus Unterfranken Band V (en Alemán)
Reseña del libro "Der gierige Wirt von Sonthofen: Historische Kriminalfälle aus Unterfranken Band V (en Alemán)"
Andreas Ge ner gehörte zu den Menschen, die nie genug bekommen können. Wenn jemand etwas hatte, was er noch nicht besa , ruhte er nicht eher, als bis er es ihm abgeluchst hatte. Und wenn er dazu einen Meineid schwören und Zeugen kaufen musste - was machte das schon? Die Gerichte waren seine willigen Helfer, bis - ja, bis er aus Neid die Maschine eines anderen anzünden lie .Ein grausamer Raubmord beunruhigte im Mai 1876 die Menschen in der Gegend von Aschaffenburg. Der Mörder, ein ehemaliger Häftling von Lichtenau, war schnell gefasst, doch was er vor Gericht erzählte, warf ein erschütterndes Licht auf die Verhältnisse im königlichen Zuchthaus, wo "die Gefangenen wie der Schatten an der Wand daherhuschten und zu Dutzenden" starben. Die grausamen Erfahrungen im Zuchthaus, so Köhler, hätten ihn zu dem gemacht, was er jetzt war: ein Mörder.Ende Juli 1876 erfuhr der eingebildete Bauernsohn Leonhard Fuchs aus Sailauf, dass, wer Wind sät, oftmals den Sturm ernten wird. Sein Opfer, ein friedlicher Knecht, überlebte - er aber blieb auf der Strecke, im wahrsten Sinne des Wortes vom Fass erschlagen.Weniger blutig, dafür aber umso spektakulärer war der Finanzskandal, der 1875 die Würzburger Universität erschütterte.Ein weiteres Mal hat sich die Autorin auf die Spuren längst vergessener Kriminalfälle aus der Geschichte Unterfrankens begeben. In diesem Band begegnen wir Mördern und Totschlägern, skrupellosen Betrügern und tolpatschigen Bankrotteuren - und wir begegnen dem unglücklichen Bürgermeister von Gaurettersheim, der wegen Körperverletzung mit Todesfolge fünf Jahre ins Zuchthaus musste, obwohl der Tod des Knechts vermutlich nichts weiter als ein tragischer Unfall war. Der als äu erst gefährlich bekannte Johann Kraft hingegen kam für den brutalen Totschlag an einem hilflosen jungen Mann mit lächerlichen fünf Jahren und acht Monaten davon, weil selbst die Zeugen Angst vor ihm hatten und vor Gericht ihr Wissen verschwiegen. Bürgermeister und Schläger standen direkt hintereinander vor dem Schwurgericht - ein Beispiel, das zeigt, wie subjektiv die dort getroffenen Entscheidungen zuweilen sind.