Neuland: Russischer Realismus ber revolutionre Jugend, Narodniki und politische Sehnsucht im Zarenreich des 19. Jahrhunderts (en Alemán)
Reseña del libro "Neuland: Russischer Realismus ber revolutionre Jugend, Narodniki und politische Sehnsucht im Zarenreich des 19. Jahrhunderts (en Alemán)"
"Neuland", Turgenews letzter groer Roman, entfaltet ein vielstimmiges Bild der russischen Gesellschaft der 1870er Jahre. Im Zentrum stehen junge Idealisten um Alexei Nejdanow und Marianna, die "ins Volk" gehen wollen, um revolutionre Erneuerung zu stiften, jedoch an sozialer Wirklichkeit, inneren Widersprchen und politischer Naivitt scheitern. Turgenews Prosa verbindet nchternen Realismus mit psychologischer Feinzeichnung; sie steht zwischen Gesellschaftsroman, politischer Diagnose und elegischer Studie einer Generation. Iwan Sergejewitsch Turgenew, 1818 in eine adlige Gutsbesitzerfamilie geboren, kannte die Spannungen zwischen russischer Aristokratie, buerlicher Welt und westlich geprgter Intelligenz aus eigener Erfahrung. Sein langes Leben im Ausland, seine liberale Gesinnung und seine Distanz sowohl zum reaktionren Staat als auch zum revolutionren Fanatismus prgten diesen Roman. Wie schon in "Vter und Shne" untersucht er weniger Programme als Charaktere, Hoffnungen und Selbsttuschungen. Empfohlen sei "Neuland" allen Leserinnen und Lesern, die den russischen Realismus nicht nur als Kunst der Handlung, sondern als moralische und historische Analyse begreifen mchten. Der Roman bietet keine einfache Parteinahme, sondern eine kluge, melancholische Betrachtung politischer Sehnsucht und menschlicher Begrenzung.